Nachtschattengewächse

Im nachfolgendem Text findet Ihr Info`s zu Nachtschattengewächse.

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Von Nachtschattengewächsen gibt es über 2000 verschiedene Arten, unter anderem z.B. Kartoffeln und Tomaten. Auch berauschend und halluzinogen wirkende Pflanzen zählen zu den Nachtschattengewächsen. Im Folgenden geht es hier um die auch zu den biogenen Drogen oder Naturdrogen/Nachtschattendrogen gehörenden Pflanzen Stechapfel, Engelstrompete, Bilsenkraut, Tollkirsche und Alraune. Die Pflanzen können geraucht, gegessen oder als Tee getrunken werden. Auch als Paste zubereitet können die Wirkstoffe dieser Pflanzen konsumiert werden. Verantwortlich für die berauschende Wirkung der oben angeführten Nachtschattengewächse sind die Tropane Hyoscyamin, Scopolamin und Atropin. Sie sind in den biogenen Drogen in unterschiedlicher Konzentration vorhanden. Hyoscyamin und Atropin regen das zentrale Nervensystem an, während Scopolamin eher eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem hat.

Wirkungseintritt, Wirkungsdauer und Dosierung:

  • Oral konsumiert erfolgt der Wirkungseintritt nach ca. 30 bis 40 Minuten und kann von 5 Stunden bis zu einigen Tagen andauern (hohe Wirkungsdauer vor allem bei hohem Scopolamingehalt, wie z.B. bei der Engelstrompete, welchen den höchsten Scopolamingehalt der Nachtschattengewächse hat)
  • Der Wirkstoffgehalt innerhalb von zwei der gleichen Art angehörigen Pflanzen kann starken Schwankungen unterliegen (z.B. durch unterschiedliche Witterungsbedingungen).
  • Gerade bei Nachtschattengewächsen ist die Dosierung auch deshalb besonders schwierig, weshalb wir hier auf eine Angabe der wirksamen Dosis verzichten wollen.
  • Zwischen einer berauschenden und einer lebensbedrohlichen Dosis liegen oft nur ganz geringe Mengenunterschiede.

Wirkung und Risikobedingungen:

  • Die Risikobedingungen sind stark abhängig von Set (Dein Befinden), Setting (Deine Umgebung) und der konsumierten Dosis.
  • Das Wirkspektrum reicht von leichten Wahrnehmungsveränderungen, über Halluzinationen bis hin zum totalen Realitätsverlust.
  • Die Halluzinationen werden im Gegensatz zu den meisten anderen Psychedelika sehr klar und real wahrgenommen. Man spricht hier von echten Halluzinationen, während klassische Psychedelika wie LSD oder Pilze in den allermeisten Fällen nur Pseudohalluzinationen hervor (Bei Pseudohalluzinationen ist sich der Konsument bewusst, dass es sich um Halluzinationen handelt, bei echten Halluzinationen nicht).
  • Unruhe und Logoroeh (Redseligkeit) .
  • Verstärkung der sexuellen Lust.
  • Eine Lichtempfindlichkeit der Augen (bis hin zu einer zeitbegrenzten Blindheit), Pupillenerweiterung
  • Schwindel und Atemprobleme können auftreten.
  • Auch Desorientierung und trockene Mundschleimhäute können die Folge sein.
  • Beim Konsum kann der Herzschlag bis zu einer lebensbedrohlichen Frequenz ansteigen.
  • Ein weiteres Risiko liegt in der möglichen Atemlähmung (blaue Lippen, schwere u. stockende Atmung), welche durch eine Überdosierung hervorgerufen werden kann.
  • Der Konsum von Nachtschattengewächsen kann latente (verborgene, angeborene) Psychosen auslösen.

Der unüberlegte Dauerkonsum von Nachtschattengewächsen kann Psychosen auslösen.

Risikobedingungen bei Dauerkonsum:

Langzeitrisiken sind bisher noch nicht ausreichend erforscht, aber die Nebenwirkungen können sich, ohne längere Konsumpausen, über mehrere Tage erstrecken. Dadurch wird das Risiko zusätzlich erhöht.

Mischkonsum mit Nachtschattengewächsen:

Wenn Du Dir einen Gefallen tun willst, solltest Du auf Mischkonsum mit Nachtschattengewächsen verzichten (obwohl dies noch nicht besonders erforscht ist). Ansonsten ist äußerste Vorsicht geboten. Der Konsum von Nachtschattengewächsen kann (auch bei einmaligem Konsum) verborgene Psychosen auslösen.

Safer Use:

  • Nachtschattengewächse sind aufgrund der Intensität des Erlebnissen auch für erfahrene Konsumenten nicht als Partydroge geeignet
  • Du solltest Nachschattengewächse nur bei gutem Set oder Setting konsumieren
  • Menschen mit psychischen Problemen sollten gänzlich auf den Konsum von Nachtschattengewächsen verzichten
  • dosiere niedrig und taste Dich langsam an „Deine“ Dosis heran
  • in Überforderungssituationen solltest Du versuchen einen ruhigen und reizarmen Ort aufzusuchen.
  • im Notfall sofort den Notarzt rufen
  • konsumiere nicht auf vollen Magen und trinke genügend Wasser oder Tee während der Erfahrung.
  • lege nicht zu schnell nach (Lebensgefahr möglich, falls die erste Wirkung dann doch noch Eintritt)
  • Unerfahrenheit solltest Du auf den Konsum von Nachtschattengewächsen verzichten oder zumindest besonders vorsichtig sein
  • wenn Du Dir einen Gefallen tun willst, solltest Du auf Mischkonsum mit Nachtschattengewächsen verzichten (obwohl dies noch nicht besonders erforscht ist). Ansonsten ist äußerste Vorsicht geboten.

Wirkweise (Pharmakologie):

Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin wirken als Antagonist an muskarinischen Acetylcholinrezeptoren.

Für die Damen:

Frauen benötigen aufgrund ihres oftmals geringeren Körpergewichts eine kleinere Dosis, also niedriger dosieren. In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest Du auf den Konsum von Nachtschattengewächsen verzichten.


Diese Informationen sind nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht. Sie dienen dazu die Risiken des Konsums, wenn sowieso schon konsumiert wird, zu minimieren. Gänzlich ausschließen lassen sich diese jedoch nicht. Diese Texte sind nach bestem Wissen zusammengetragen und entstammen der Recherche aus Büchern und Fachpublikationen.

Irrtümer können nicht ausgeschlossen werden.

Für die Nutzung dieser Informationen übernimmt das Partyprojekt-Odyssee keine Haftung.