LSD

Im nachfolgendem Text findet Ihr Info`s zu LSD.

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LSD (Lysergsäurediethylamid) ist ein flüchtiger, geruchs-, geschmacks- und farbloser Feststoff. Da dieser so stark flüchtig ist, wird er meist in Alkohol gelöst (LSD löst sich nicht gut in Wasser). Dieser Alkohol wird dann häufig mit Wasser vermischt und auf Trägerstoffe aufgetragen („Filze“, „Pappen“). Es gibt sie aber auch als kleine Mikrotabletten („Mikros“) aus Gelatine. Solche „Mikros“ sind in der Regel eher höher dosiert, wobei der Wirkstoffgehalt in den LSD-haltigen Trägerstoffen stark schwankt.

LSD wird oral konsumiert. Die Trägerstoffe werden im Mund behalten, so dass der Großteil des Stoffes über die Mundschleimhäute aufgenommen wird, anschließendes werden sie geschluckt.

LSD (Lysergsäurediethylamid) ist 1938 von Albert Hofmann entdeckt worden. Nachdem er eine seltsame Unruhe und visuelle Wahrnehmungsstörungen bei sich bemerkte, wurde ihm klar, dass es an der Substanz liegen musste, mit der er gerade experimentiert hatte. Um dies zu überprüfen, nahm er unwissend das Zehnfache der wirksamen Dosis und erlebte einen zweiten wesentlich stärkeren LSD-Rausch.

Timothy Leary, der den Konsum als Bewusstseinserweiterung propagierte, und die Hippie-Bewegung der 60/70 Jahre sorgten für eine weite „Verbreitung“ des LSD. Daraufhin wurde LSD von fast allen Gesetzgebern verboten.

LSD ist aber auch bei psychotherapeutischen Anwendungen eingesetzt worden (in der Schweiz ist dies derzeit wieder möglich). Es löste die inneren Barrieren (Abwehrmechanismen) und Ängste der Klienten, sodass es dem Therapeuten eher möglich war, tiefer in die verfestigte Persönlichkeit des Klienten vorzudringen.

In den letzten Jahren hat sich der Mythos verbreitet, dass es LSD in verschiedenen Sorten gibt, die mit Nummern bezeichnet werden. Dieser Mythos rührt daher, dass Albert Hoffmann, LSD auch LSD-25 nannte. Er derivatisierte (brachte verschiedene Anbindungen an) die Lysergsäure (Grundskelett des LSD und anderer Stoffe) systematisch, wobei LSD das 25. Produkt war. Zu dieser Reihe von Lysergsäure Derivaten gehört zum Beispiel auch LSA. Beim sogenannten „Sunshine Acid“ handelt es sich um ALD-52, ebenfalls ein Lysergsäurederivat. LSD gibt es also nicht in verschiedenen Sorten, wohl aber gibt es andere Lysergsäurederivate, die teilweise ähnliche Wirkungen haben.

LSD gehört zur Stoffgruppe der Halluzinogene. Szenenamen sind: Pappen, Tickets, Trips, Acid oder Mikros.

Wirkungseintritt, Wirkungsdauer und Dosierung:

  • Der LSD-Rausch setzt nach ca. 30-60 Minuten ein und dauert ca. 8-20 Stunden an (dosisabhängig).
  • Eine wirksame Dosis LSD liegt zwischen 50-200 Mikrogramm.
  • Größere Mengen (200-800) sollten nur von erfahrenen Konsumenten genutzt werden.
  • Durchschnittlich werden ab 1200 Mikrogramm keine gesteigerte Wirkung mehr verzeichnet, wobei dieser „Maximalwert“ von Person zu Person schwankt.
  • LSD bildet über 1-2 Wochen eine Toleranz aus, es ist kreuztolerant zu Pilzen und Meskalin, das heißt es bildet auch eine Toleranz gegen Pilze und Meskalin für diese 1-2 Wochen aus.

Konsumformen:

LSD wird oral konsumiert. Die Trägerstoffe werden im Mund behalten, so dass der Stoff über die Mundschleimhäute aufgenommen wird. „Mikros“ werden geschluckt.

Wirkung und Risikobedingungen:

  • Die Wirkung und das Erlebte sind sehr stark vom Set (inneres Befinden) und Setting (Umfeld) des Konsumenten abhängig.
  • Der Anfang des Rausches ist möglicherweise von einer inneren Unruhe und dem Beginn von Wahrnehmungsveränderungen geprägt.
  • Es kann innere Ausgeglichenheit hervorrufen.
  • Intensivierung der Sinneswahrnehmungen (z.B. akustisch, visuell und taktil).
  • Eine euphorische Grundstimmung und ein verändertes Zeitempfinden.
  • Starke Halluzinationen
  • Lösung des „Selbst“ („Ich“-Auflösung) bzw. vom eigenen Körper ist bei einer höheren Dosis möglich.
  • LSD ist, grade in höheren Dosen, ein Entheogen (als entheogene Effekte bezeichnet man solche, von beispielsweise einem „eins-werden“ mit dem Universum, aber auch religiöse/spirituelle Erlebnisse werden zu den entheogenen Effekten gezählt).
  • kann sehr entaktogen (selbsterforschend) wirken.
  • Atembeschwerden
  • Herzrasen, Anstieg des Blutdruck
  • Pupillenerweiterung
  • Übelkeit und Schweißausbrüche.
  • Orientierungsverlust, Selbstüberschätzung, Reizüberflutung
  • Angst- und Verwirrungszuständen.
  • Halluzinationen, Selbstüberschätzung und Fehlleistungen können zu Unfällen führen.
  • Durch ungünstiges Set und Setting entstehen auch Panik, Paranoia und die sogenannten „Horrortrips“.
  • Verdrängte Ebnisse und Unterbewusstes können dem User (wieder) bewusst werden. Dies kann natürlich bei richtigem Umgang damit die Verarbeitung solcher subjektiven Probleme fördern, weswegen LSD in den 1960ern (vor dem Verbot) sehr gute Resultate in der Psychotherapie lieferte.
  • Nach der Erfahrung kann es unter besonderen Umständen (sehr langer und/oder subjektiv als anstrengend empfundener Trip) zu Erschöpfungszuständen und Depressionen kommen.
  • Die Gefahr von LSD liegt eindeutig im psychischen Bereich, so können latente (verborgene, angeborene) Psychosen ausgelöst werden und durch unüberlegten Dauerkonsum auch nicht latente Psychosen.
  • Körperliche Schädigungen durch LSD sind bisher nicht bekannt.
  • LSD macht körperlich nicht abhängig.
  • Das Auftreten von „Flashbacks“ (unerwartete Rauschzustände) gilt als umstritten, sicher ist jedoch, dass auch noch bis zu 3 Wochen nach dem Konsum von LSD Wahrnehmungsveränderungen auftreten können.

Mischkonsum mit LSD:

LSD und Ecstasy:

(„Candyflip“): Ecstasy-Wirkung wird verstärkt.

LSD und Speed:

Verstärkt die Gefahr von „Horrortrips“.

LSD und Cannabis:

Die Gefahr, dass latente Psychosen ausgelöst werden, ist erhöht und die halluzinogene Komponente des Rausches wird verstärkt.

Mischkonsum mit LSD gilt als schwer kalkulierbar, deshalb ist hier besondere Vorsicht gerade für unerfahrene Konsumenten geboten.

Safer Use:

  • Achte auf ein gutes Set und Setting.
  • Dosiere vorsichtig. Auf eine „Dosisempfehlung“ möchten wir hier bewusst verzichten, da auch eine niedrige Dosis problematisch werden kann („steckenbleiben“ zwischen Realität und Rausch kann den User verunsichern und im schlimmsten Fall zu einem angstauslösenden Erlebnis führen).
  • Trips sollten Ausnahmeerlebnisse sein (Konsumpausen!).
  • In kritischen Momenten nicht gegen den Trip wehren und die Gedanken in positive Bahnen lenken.
  • Meide gefährliche und verantwortungsvolle Tätigkeiten und Situationen.
  • Nicht mit vollem Magen konsumieren.
  • Nimm Dir Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Erfahrung.
  • Habe keine Angst, aber genügend Respekt vor dieser Substanz.
  • Wenn es Dir schlecht geht und es Dir zu viel wird, hilft Vitamin C ein wenig (suche ansonsten einen ruhigen und reizarmen Ort mit einer Person Deines Vertrauens auf). Es gibt aber kein Gegenmittel (siehe „Notfall“, aber mache keine Zeitangaben, da der Trip eventuell noch länger dauert).
  • Personen in psychischen Schwierigkeiten oder mit psychischen Erkrankungen sollten ebenso nicht konsumieren, wie Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen. Auch bei der Einnahme von Neuroleptika sollte auf den Konsum gänzlich verzichtet werden.
  • Wenn Du Dich nicht „fit“ fühlst, solltest Du auf den Konsum verzichten.

Für die Damen:

Frauen brauchen aufgrund ihres oftmals geringeren Körpergewichts eine geringere Dosis. Bedenke dies bei der Dosierung! Während der Menstruation können sich die Regelschmerzen subjektiv verstärken, aufgrund dieser unangenehmen Nebenwirkung solltest Du lieber auf den Konsum verzichten. Schwangere sollten es nicht konsumieren, da es vorzeitig Wehen auslösen kann und somit die erhöhte Gefahr einer Frühgeburt besteht.

Nachweiszeit:

Es ist im Blut ungefähr 12 Stunden nachweisbar, während es im Urin mittels spezieller Nachweismethoden bis zu 3 Tage nachgewiesen werden kann.

Wirkungsweise (Pharmakologie):

Es wirkt als Partialagonist an fast der Hälfte aller Rezeptoren im menschlichen Nervensystem.

Hohe Affinität zu: 5-HT1A,D;2A,B,C;5A,B,6,7- und D3-Rezeptoren

Mittlere Affinität zu: 5-HT1B,E und D1,2,4-Rezeptoren

Niedrige Affinität zu: Adreno α1,2;β1 und D5-Rezeptoren

Die Substanz wird jedoch im Körper sehr schnell metabolisiert. Spätestens nach 4-5 Stunden sind sehr große Mengen der Substanz bereits aus dem Blutkreislauf ausgeschieden, obwohl die Wirkung bei hohen Dosen auch bis zu 24 Stunden anhalten kann. Das bedeutet, dass es als eine Art Kapsel funktioniert, die eine Reaktion im Gehirn auslöst, die dann auch ohne das LSD weiterläuft. Aufgrund der agonistischen Aktivität an Adrenorezeptorsubtypen kann es auch zu mehr oder weniger stark stimulierenden Effekten kommen, bei höheren Dosen auch zu Muskelkrämpfen. Aufgrund dieser Eigenschaft der Substanz verbreitete sich der Mythos, dass manche Trägerstoffe mit Strychnin versehen sind, obwohl eine wirksame Dosis Strychnin (~3-5mg) sehr schwer auf einen Filz aufzutragen sind und bis heute noch nie Strychnin auf einem Trägerstoff gefunden wurde.


Diese Informationen sind nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht. Sie dienen dazu die Risiken des Konsums, wenn sowieso schon konsumiert wird, zu minimieren. Gänzlich ausschließen lassen sich diese jedoch nicht. Diese Texte sind nach bestem Wissen zusammengetragen und entstammen der Recherche aus Büchern und Fachpublikationen.

Irrtümer können nicht ausgeschlossen werden.

Für die Nutzung dieser Informationen übernimmt das Partyprojekt-Odyssee keine Haftung.